Als Herausgeber fungiert die Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung, die seit einigen Jahren die Reihe „Mitteldeutsche Ortsfamilienbücher“ verantwortet.
Das Ortsfamilienbuch soll nicht nur für passionierte Familienforscher neues Material bereitstellen, schreibt Seider im Vorwort. „Auch dem Ruhlsdorfer soll das Buch helfen, leicht seine Vorfahren zu finden und ihm unter Umständen Hinweise geben, mit welchen Verwandten und Orten ihn seine eigene Geschichte noch verbindet.“
Über ein Namensregister ist die Orientierung leicht gemacht. Seider hat außerdem Karten und Familienporträts zur Illustrierung des Themas eingefügt. Wichtig ist zudem, dass der Autor in seiner Einleitung einen kurzen Abriss der Ruhlsdorfer Geschichte liefert. Er selbst weist darauf hin, dass es bislang lediglich eine kleine handschriftliche Chronik gibt, die Anfang des 20. Jahrhunderts angelegt wurde. Vielen Ruhlsdorfern dürfte deshalb neu sein, dass der Ort in einer Urkunde aus dem Jahr 1299 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Der erste rittersässige Lehns- und Gerichtsherr war Georg Ernst von Stockheim, dessen Kinder in der Ruhsldorfer Kirche getauft wurden. Das Geschlecht der Stockheim starb 1717 aus, Nachfolger war die Familie von Thiele. Sie ließ das Gutshaus in ein repräsentatives Herrenhaus umbauen. Wegen Baufälligkeit ist es Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen worden.
Familienbuch Ruhlsdorf bei Teltow (1654-1900) von Frank-Jürgen Seider, 0 33 28/33 97 34.
Quelle: Jürgen Stich, Märkische Allgemeine






