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Forscher blicken ins Seelenleben PDF Print E-mail
There are no translations available. „Namen sind ein Kulturgut, sie sind das älteste Zeugnis der Familiengeschichte“, sagt Dr. Otto Hachmöller. Er ist Vorsitzender des Arbeitskreises für Familienkunde und Auswanderungen im Heimatbund für das Oldenburger Münsterland, der am Donnerstag gemeinsam mit dem Familienforscher Peter Sieve im Dorfkrug des Cloppenburger Museumsdorfes Band 14 in der „Roten Reihe“ vorstellte.  
Das 250 Seiten umfassende Werk listet die rund 6000 Einwohner der Kirchspiele Löningen, Molbergen, Markhausen, Scharrel, Ramsloh, Strücklingen und Barßel von 1713 sowie Goldenstedt und Lutten von 1690 auf. Neben den Tauf-, Heirats- und Sterbebüchern sollten diese lateinischen Listen, die auf deutsch auch „Seelenregister“ genannt werden, den Pfarrern und darüber hinaus den Bischöfen dabei helfen, einen genauen Überblick über das religiöse Leben der ihnen anvertrauten Gläubigen zu behalten. 

 

Die einzelnen Register folgten dabei einer einheitlichen Gliederung: Während links die Familien- oder Hausnamen sowie die Namen der einzelnen zum Haushalt gehörigen Personen aufgelistet sind, folgen rechts die Angaben zum Alter und zum religiösen Leben jeder Person, etwa, ob sie gefirmt war, ob sie gebeichtet und die Kommunion empfangen hatte und ob sie über die Sakramentenlehre unterrichtet war. Es zeigt akribisch den „Stand der Seelen“ (Status animarum).

 

Den hohen Stellenwert des Bandes für die Familienforschung unterstrichen unisono der Vorsitzende des Heimatbundes, Hartmut Frerichs, und Peter Sieve, der als Archivar des Bischöflichen Offizialats Vechta maßgeblich an der Bearbeitung des Buches beteiligt war. 

 

Besonders schwierig sei die Familienforschung im Saterland, so Sieve. Hier gab es bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts die patronymische Namensgebung: Aus dem Vornamen des Vaters (Jan) wurde der Nachname der Kinder (Janssen).

 

Im neuen Band der „Roten Reihe“ ist zu jedem Seelenregister eine Seite des Originals abgebildet. Durch Einleitungen zum geschichtlichen Hintergrund, ein lateinisch-deutsches Glossar und einen Namensindex wird die Benutzung der Ausgabe erleichtert. Erhältlich ist das Werk im Buchhandel oder beim Heimatbund für 21 Euro.

 

Quelle: BODO MEIER, NWZ online

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Forscher blicken ins Seelenleben

Publikation Heimatbund veröffentlicht Band 14 aus der „Roten Reihe“

In dem Buch geht es um die Einwohner der Kirchspiele im Jahre 1713 und 1690. Verzeichnet sind Tauf-, Heirats- und Sterbebücher.

CLOPPENBURG - „Namen sind ein Kulturgut, sie sind das älteste Zeugnis der Familiengeschichte“, sagt Dr. Otto Hachmöller. Er ist Vorsitzender des Arbeitskreises für Familienkunde und Auswanderungen im Heimatbund für das Oldenburger Münsterland, der am Donnerstag gemeinsam mit dem Familienforscher Peter Sieve im Dorfkrug des Cloppenburger Museumsdorfes Band 14 in der „Roten Reihe“ vorstellte.

Das 250 Seiten umfassende Werk listet die rund 6000 Einwohner der Kirchspiele Löningen, Molbergen, Markhausen, Scharrel, Ramsloh, Strücklingen und Barßel von 1713 sowie Goldenstedt und Lutten von 1690 auf. Neben den Tauf-, Heirats- und Sterbebüchern sollten diese lateinischen Listen, die auf deutsch auch „Seelenregister“ genannt werden, den Pfarrern und darüber hinaus den Bischöfen dabei helfen, einen genauen Überblick über das religiöse Leben der ihnen anvertrauten Gläubigen zu behalten. 

Die einzelnen Register folgten dabei einer einheitlichen Gliederung: Während links die Familien- oder Hausnamen sowie die Namen der einzelnen zum Haushalt gehörigen Personen aufgelistet sind, folgen rechts die Angaben zum Alter und zum religiösen Leben jeder Person, etwa, ob sie gefirmt war, ob sie gebeichtet und die Kommunion empfangen hatte und ob sie über die Sakramentenlehre unterrichtet war. Es zeigt akribisch den „Stand der Seelen“ (Status animarum).

Den hohen Stellenwert des Bandes für die Familienforschung unterstrichen unisono der Vorsitzende des Heimatbundes, Hartmut Frerichs, und Peter Sieve, der als Archivar des Bischöflichen Offizialats Vechta maßgeblich an der Bearbeitung des Buches beteiligt war. 

Besonders schwierig sei die Familienforschung im Saterland, so Sieve. Hier gab es bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts die patronymische Namensgebung: Aus dem Vornamen des Vaters (Jan) wurde der Nachname der Kinder (Janssen). 

Im neuen Band der „Roten Reihe“ ist zu jedem Seelenregister eine Seite des Originals abgebildet. Durch Einleitungen zum geschichtlichen Hintergrund, ein lateinisch-deutsches Glossar und einen Namensindex wird die Benutzung der Ausgabe erleichtert. Erhältlich ist das Werk im Buchhandel oder beim Heimatbund für 21 Euro.

Quelle: BODO MEIER, NWZ online


Frank Vogel
Written on Tuesday, 11 May 2010 05:15 by Frank Vogel

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